Das der Protest ein voller Erfolg war wissen wir inzwischen – nun ist es aber auch von offizieller Seite bestätigt worden. Zum gestrigen Freitag sagte der Begründer von SOPA, Lamar Smith, dass er und sein Kommitee den Gesetzesentwurf nicht wieder vorlegen werde und man lieber darauf warte, “bis es eine breitere Zustimmung zu einer Lösung” gebe.
Harry Reid, zog seine geplante Abstimmung, die für Dienstag den 24.01.12 angesetzt war, zurück und versuchte Haltung zu wahren, nachdem er in einem Statement von guten Fortschritten gesprochen hatte. Inzwischen sind aber viele seiner Unterstützer abgesprungen und es wäre ihm somit am Dienstag unmöglich die Abstimmung erfolgreich durchzubringen. Es bleibt ihm also keine Wahl – entweder die Abstimmung verlieren, oder den Gesetzesentwurf verbrennen.
Onlinepiraterie wird auch in Zukunft ein Thema bleiben, das bestreiten auch die Gegner von SOPA nicht, aber es muss eine Lösung gefunden werden, die nicht auf Schnellschüssen beruht, sondern das Problem bei den Wurzeln packt und nachhaltig wirkt. Denn SOPA hinterläßt nur den Eindruck das hier wieder einmal eine Lobby bedient und Stimmen für Wahlen gesammelt werden sollten. Die Abgeordneten in den USA haben ihre momentanen Pläne bezüglich SOPA jedenfalls verworfen und der Protest im Internet hat diese kontroverse Anti-Piraterie Debatte im Keim erstickt – vielleicht sogar für immer.
Internet vs. Regierung - 1:0
In diesem Zusammenhang bleibt zu erwähnen, das ACTA in Deutschland nach wie vor zu Debatte steht – darüber werden wir in Kürze nochmals berichten…